Follow Me: 148 Tote bei Königs Wusterhausen: Absturz der Iljuschin Il-62 der Interflug vor 50 Jahren
Die meisten von ihnen wollten in den Urlaub am Schwarzen Meer: 148 Passagiere, die meisten davon DDR-Bürger, saßen am Nachmittag des 14. August 1972 in einer Langstreckenmaschine der Fluggesellschaft Interflug und rollten zum Start auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Ihr Ziel war Burgas in Bulgarien.Zum Einsatz kam das Flaggschiff der Airline, eine Iljuschin IL-62.
Im Cockpit saßen neben Kommandant Heinz Pfaff und dem Copiloten Lothar Walther noch der Bordingenieur und ein Navigator sowie in der Kabine vier Flugbeleiterinnen. Doch schon kurz nach dem Abheben gegen 16.30 Uhr bemerkte die Crew auf der Höhe südlich von Cottbus, dass etwas mit der Trimmung des Höhenleitwerks nicht stimmte.
Die Piloten entschlossen sich deshalb zur Rückkehr nach Schönefeld und ließen Kerosin ab, um das zulässige Landegewicht nicht zu überschreiten. Doch da löste sich bereits das Heck, die Maschine wurde manövrierunfähig. „Mayday, Mayday, Mayday. Unmöglich, Höhe zu halten, hatten Brand, haben Schwierigkeiten mit der Höhensteuerung“, so lautete der letzte Funkspruch der Besatzung.
Eine Iljuschin Il-62 der Interflug, die für Langstreckenflüge zum Beispiel nach Vietnam und Kuba zum Einsatz kam.Der Jet kippte kopfüber, weitere Teile lösten sich vom Rumpf, und eine halbe Stunde nach dem Start schlug die Iljuschin gegen 17 Uhr am Stadtrand von Königs Wusterhausen auf, nur wenige Kilometer von Schönefeld entfernt. Alle 148 Fluggäste und die acht Crew-Mitglieder kamen ums Leben.
Der damals zwölfjährige Carsten Häusler war mit dem Rad von seinen Großeltern in Zeesen zurück nach Hause in Königs Wusterhausen unterwegs. Als er die Rauchwolke sah, fuhr der Junge in die Richtung. "Es war wahnsinnig schnell alles abgesperrt", erinnert er sich heute im Rückblick für die Nachrichtenagentur DPA.
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