Urteil im Prozess gegen den Brandstifter von Marklkofen in Niederbayern: Weil er Anfang des Jahres zweimal Feuer an einer für ukrainische Flüchtlinge aufgebauten Zeltunterkunft gelegt hatte, muss der Mann für fast zwei Jahre ins Gefängnis.
Nach zwei Brandanschlägen auf eine für ukrainische Flüchtlinge errichtete große Zeltunterkunft im Marklkofener Ortsteil Steinberg ist der Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten verurteilt worden. Die Strafe wurde vom Amtsgericht Landshut am Montag nicht zur Bewährung ausgesetzt. Der Mann soll demnach ins Gefängnis, allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.
Der 57 Jahre alte Angeklagte ließ über seine Anwältin gleich zu Beginn des Prozesses ein Geständnis ablegen. Er habe im vergangenen Winter zweimal, weil ihn der Standort neben dem Freibad von Steinberg im Landkreis Dingolfing-Landau "gestört" habe. Er habe sich aber beide Male vergewissert, dass sich zum Zeitpunkt der Brandlegung keine Menschen in dem Zelt befunden hätten, hieß es in seiner Erklärung.
Der Strafrahmen für Brandstiftungen, so der Richter, liege zwischen einem und zehn Jahren Haft. Das Amtsgericht Landshut verurteilte den 57-Jährigen schließlich zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten.Eine Bewährung komme auch vor dem Hintergrund der Generalprävention nicht infrage, so das Gericht. Der Angeklagte habe zwar nicht unbedingt rechtsextremistische, aber in jedem Fall fremdenfeindliche Ansichten.
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