Mit dem Gesetzentwurf zur Legalisierung von Cannabis sollen Kriminalität und Schwarzmarkt bekämpft werden. Kinder und Jugendliche sollen durch eine Präventionskampagne geschützt werden. Laut einem Regensburger Kinderarzt ist das nicht genug.
Nachdem das Bundeskabinett die teilweise Legalisierung von Cannabis auf den Weg gebracht hat, wächst die Debatte zu dem Gesetzentwurf. Der Landesvorsitzende des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte Bayern, Dominik Ewald, reagiert mit Skepsis.Aus Sicht des Regensburger Kinderarztes müssten im Zuge der Legalisierung für Volljährige auch Jugendliche und deren Eltern verpflichtend über die Risiken der Droge aufgeklärt werden.
Man sehe bereits in anderen Ländern, dass der Cannabis-Konsum bei Jugendlichen aufgrund der Legalisierung zunimmt. Der Mediziner warnt deshalb, dass man durch die Legalisierung einer ganzen Generation Schaden zufüge, da der Zugang bei Jugendlichen nicht geregelt werden könne. Dass der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine Präventionskampagne zum Jugendschutz beinhaltet sowie eine Schutzzone um Schulen, bezeichnet Ewald als verzweifelten Versuch, einen Schutz aufzubauen, den es nicht gebe.Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorgestellte Entwurf
sieht vor, dass der Besitz von 25 Gramm Cannabis für erwachsene Privatpersonen straffrei sein soll. Zudem können Privatpersonen mit bis zu drei Pflanzen selbst Cannabis anbauen. In neu zu gründenden Vereinen von bis zu 500 Personen soll zudem für den privaten Konsum Cannabis angebaut werden dürfen. Die Abgabe soll für Mitglieder auf 25 Gramm pro Tag und 50 Gramm pro Monat beschränkt werden.
Mit der geplanten Präventionskampagne zum Jugendschutz soll das Thema enttabuisiert werden. Die Kampagne soll das Wissen um die Gefahren des Konsums vermitteln. Für Kinder und Jugendliche bleibt der Konsum verboten. Um Anbauorte soll es eine Schutzzone von 200 Meter Abstand etwa zu Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten geben.
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