Energie- und Verkehrswende bedeuten enorme Herausforderungen für das Berliner Stromnetz und erfordern künftig Rekordinvestitionen.
„Ein sehr ereignisreiches Geschäftsjahr liegt hinter uns“, sagte Erik Landeck, Geschäfsführer des Unternehmens, am Dienstag bei der Vorstellung der Jahreszahlen. Energiekrise und Pandemie, die Wiedereingliederung in das kommunale Eigentum nach dem Kauf des Stromnetzes von Vattenfall sowie das Umsetzen der Investitionen hätten die „besonderen Rahmenbedingungen“ ausgemacht.
Bei einem Umsatz von knapp 1,3 Milliarden Euro blieb 2022 ein Gewinn nach Steuern von 82,7 Millionen Euro übrig, das war deutlich mehr als im Vorjahr und etwa so viel wie 2020, dem letzten Jahr unter Vattenfall-Regie. Das Land Berlin kassierte im vergangenen Jahr eine Konzessionsabgabe von 137,5 Millionen Euro für die Nutzung des öffentlichen Straßenlandes. Rund 98 Prozent der Netzleitungen verlaufen in Berlin unterirdisch.
In das größte städtische Verteilnetz hierzulande fließen im laufenden Jahr 285 Millionen Euro, davon 119 Millionen für den Austausch bestehender Anlagen, etwa ein Neubau für die Netzleitstelle. 112 Millionen Euro sind für Erweiterungsmaßnahmen vorgesehen, weitere 34 Millionen gehen direkt in Klimaschutzmaßnahmen und für zehn Millionen Euro werden Prozesse digitalisiert.