Schwimmenlernen war für viele Kinder schon immer schwer - und es wird nicht leichter: Energiepreise explodieren, Bäder schließen, andere senken die Wassertemperatur.
Bad Nenndorf - Kinder können es mühelos vermitteln, wenn sie nicht mehr wollen. Besonders bei den ersten Schwimmzügen oder vor dem ersten Sprung ins tiefe Wasser. Und wenn das Wasser dann auch noch kalt ist? Nein, lieber nicht. Künftig könnten die kleinen Schwimmanfänger möglicherweise noch mehr frieren.
Denn in der Energiekrise will einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young zufolge knapp jede dritte Kommune in Deutschland Hallen- und Freibäder schließen oder den Betrieb einschränken, viele haben dies schon umgesetzt. Das dürfe aber nicht „zu Lasten der Kinder“ gehen, mahnt Ute Vogt, Präsidentin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Bad Nenndorf. Sie befürchtet, dass noch weniger Kinder als bisher schwimmen lernen.
„In dem Vorhaben, die coronabedingten Rückstände in der Schwimmausbildung aufzuholen, haben wir durch die Energiekrise jedoch einen herben Dämpfer erfahren“, sagt Vogt. Sie ruft dazu auf, „das Schwimmenlernen so lange es geht weiter zu ermöglichen und dem die nötige Priorität einzuräumen“. Sie betont: „Schwimmen können gehört dazu wie das Lesen, Schreiben und Rechnen.
Nur: Schon die bisherigen Einschränkungen führten dazu, dass weniger Kinder schwimmen lernten. Bei einer Wassertemperatur von 26 Grad leide die Anfängerschwimmausbildung: „Die Kinder frieren schneller als bei 28 Grad und mehr, weshalb die durchschnittliche Ausbildungszeit im Wasser sinkt. Da die Lufttemperatur meist ebenfalls verringert wurde, ist auch ein schnelles Aufwärmen nicht so einfach möglich.
Andernfalls dürfte die Zahl der Badetoten steigen. Tatsächlich kletterte die Zahl der tödlichen Badeunfälle von Jahresbeginn bis Ende August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bundesweit um 44 auf 289 Tote. Das waren fast so viele wie im gesamten Jahr 2021, damals waren 299 Menschen beim Baden gestorben. Den Anstieg führte die DLRG auf die Hitzeperiode im Sommer zurück, als viele Menschen in Flüssen, Seen oder in Nord- und Ostsee Abkühlung suchten.
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