Die Mannschaft der Ukraine hat beim 45. Turnier der Meister beeindruckt. Die deutschen Turnerinnen und Turner warten inzwischen seit 2017 auf einen Weltcup-Sieg bei ihrem Heimturnier.
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"Sport sollte zusammenstehen und Grenzen überwinden", forderte Alfons Hölzl, Präsident des Deutschen Turner-Bundes und verurteilte die Invasion"als Angriff auf unsere demokratischen Werte". Zuvor hatte er in einem online verbreiteten Statement den Gästen aus der Ukraine weitere organisatorische und psychologische Unterstützung zugesichert."Wir sind mit der Delegation in Cottbus diesbezüglich im Austausch", sagte Hölzl.
Wie am ersten Finaltag verzichteten die Organisatoren bei Siegerehrungen auf die Hoheitssymbole von Belarus. Nach dem Erfolg von Yahor Sharamkou am Boden wurden in der Lausitz-Arena weder Hymne abgespielt noch die Flagge des Landes gezeigt. Damit folgten die Veranstalter der Vorgabe des Weltverbandes Fig, wonach wegen der russischen Invasion in der Ukraine weder von Russland noch Belarus die Flaggen gehisst oder die Hymnen gespielt werden dürfen. Russland war in Cottbus nicht vertreten.
Für die ohne ihre Aushängeschilder wie den Olympia-Zweiten Lukas Dauser angetretene DTB- Mannschaft lief sportlich nicht alles glatt. Seit 2017 wartet die Riege auf einen Sieg in der Lausitz. Zwei vierte Plätze von Glenn Trebing aus Hannover am Barren und der Kölnerin Aiyu Zhu am Schwebebalken kamen am zweiten Tag hinzu.
"Es ist gut, dass das Turnier tatsächlich stattgefunden hat. Denn ich weiß, dass es nicht einfach ist, in diesen Pandemiezeiten eine solche Veranstaltung zu stemmen", sagte der Männer-Bundestrainer Valeri Belenki, 1994 selber dreimal siegreich beim Turnier der Meister."Unter dem Strich hatten wir zwei Finalplätze, darüber freue ich mich", sagte der Olympiasieger. Der neue Frauen-Trainer Gerben Wiersma zog nach seinem Einstand für den DTB ein gutes Fazit.