Die Temperaturen gehen rauf, die Menschen gehen raus. Soweit die Theorie. Der Arbeitsalltag verhindert das aber bei den meisten – auch bei unserem Kolumnisten Jens Blankennagel. Sommer Berlin Büro
Die Nachrichten, die da von außen ankommen, sind wirklich nicht sehr aufmunternd. Sie schlagen aufs Gemüt, sie versauen die Laune, sie deprimieren. Das erschütternde an diesen Nachrichten ist, dass es ausgesprochen gute Nachrichten sind. Aber das ändert rein gar nichts daran, dass ich sie am liebsten gar nicht hören will und dass sie mich in meiner kühlen Welt am Schreibtisch stören.
Denn sie wecken den Neid, dieses böse kleine Gefühl, das doch meist gar nicht so klein ist, sondern bei den Katholiken zu den sieben Todsünden gezählt wird. Aber was soll ich machen? Ich bin neidisch. Ich sitze hier an meinem Computer, es geht mir grundsätzlich gut, ich bin satt, weitgehend gesund und könnte zufrieden lächeln. Aber auf dem Handy ploppt eine Nachricht auf. Die ist eigentlich ganz harmlos, aber doch ein Volltreffer: Die anderen sind im Freibad.
Dabei waren es in der Nacht nur sieben Grad. Eine Temperatur, bei der niemand mit einem Obdachlosen tauschen und auf einer Parkbank liegen will. Und ein paar Stunden später liegen Zehntausende Sonnenanbeterinnen und Wettergenießer einfach so in den Berliner Freibädern oder an den Ufern der Seen in der Sonne.Der Wind ist lau, der Himmel klar, die Sonne blendet. Alles super also? Mitnichten.
Da sitze ich doch lieber in diesem kühlen Raum und tippe ein paar Zeilen darüber, wie unneidisch ich bin. Denn ich habe einen großen Vorteil. Es gibt einige Dinge, die mit der Zeit etwas langweiliger werden, Dinge, bei denen das erste Mal im Jahr meist das beste ist. Und das große Anbaden habe ich noch vor mir. Nun sind ganz sicher all jene neidisch, die schon jetzt ganz voreilig baden waren. Ätsch.
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