Trotz der hohen Einigung im Öffentlichen Dienst leiden die Beschäftigten laut DIW-Chef MFratzscher an Kaufkraftverlust. Der Ökonom rechnet die Folgen vor.
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Marcel Fratzscher hat den Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst als notwendigen Kompromiss bezeichnet und vom Bund Entlastungen für die Kommunen gefordert. Die Lohnerhöhungen erreichten in etwa eine Höhe von elf Prozent und reichten nicht jedoch aus um die Kaufkraftverluste der beschäftigten auszugleichen, sagte der DIW-Chef unserer Redaktion.
„Nach einer Inflationsrate von acht Prozent 2022, sechs Prozent 2023 und wohl circa drei Prozent 2024 werden die Löhne im Öffentlichen Dienst am Ende der Laufzeit circa sechs Prozent weniger Kaufkraft haben“, erklärte Fratzscher.
„Meine Erwartung ist, dass ohne diese Reformen der Tarifabschluss die Lage für alle Beteiligten verschlechtern wird – Beschäftigte im Öffentlichen Dienst müssen den Gürtel enger schnallen, die Fachkräftelücke wird sich vergrößern und die Daseinsfürsorge vor allem der Kommunen wird sich weiter verschlechtern“, warnte der Wirtschaftsforscher vor einem Aufschieben für die Kommunen wichtiger Finanzreformen.
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