Haben Giftstoffe das Fischsterben in der Oder ausgelöst? Gewässeranalysen aus Mecklenburg-Vorpommern sollten Klarheit schaffen. Laut Umweltminister Till Backhaus wurden bei mehreren Proben keine erhöhten Werte festgestellt.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat angesichts des massiven Fischsterbens in der Oder für sein Bundesland vorläufige Entwarnung gegeben. Bei mehreren Wasserproben vom 13., 15. und 18. August seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden, sagte Backhaus. Es sei auf 211 organische Schadstoffverbindungen, 20 Metall- und Schwermetallrichtungen und zehn Nährstoffverbindungen getestet worden, so der Minister.
Weil das benachbarte Bundesland Brandenburg bei den Proben an der Kapazitätsgrenzen gelangt sei, würden nun auch in Mecklenburg-Vorpommern tote Fische von dort analysiert, sagte der SPD-Politiker. Derzeit würden auch lebende Fische, Muscheln und Plankton aus dem Haff im Labor untersucht, damit gegebenenfalls für die Menschen in der Region weitere Entwarnung gegeben werden könne.
Clemens Engelke, Dezernent des Landesumweltamtes in Mecklenburg-Vorpommern ergänzte, der Sauerstoffgehalt des Wassers sei im Rahmen der Werte der vorherigen Jahre. »Die Werte sind da, wo wir sie erwarten würden«, sagte Engelke. Dies gelte auch für den Salzgehalt. Der pH-Wert sei zwar leicht über dem Mittelwert, aber noch immer innerhalb des für die Sommerzeit typischen Schwankungsbereichs.
Auch mit Blick auf frühere Vermutungen, wonach Quecksilber das Fischsterben ausgelöst haben könnte, sagte Engelke, es seien keine erhöhten Werte gemessen worden. Der Stoff war bereits bei Proben in Brandenburg nicht in überhöhtem Maße auffällig gewesen, sagte Engelke. Auch ein industrielles Lösungsmittel, das anfangs ebenfalls in Verdacht stand, die Umweltkatastrophe ausgelöst zu haben, wurde in Mecklenburg-Vorpommern nicht gefunden.
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