Eine Schulklasse aus dem Märkischen Viertel blickt im Projekt „Humboldting!“ auch kritisch auf das Humboldt Forum.
fünfjährige Amerika-Expedition gehen die Schülerinnen und Schüler auf Forschungsreise. Anfang 2022 besuchten sie leitende Mitarbeitende in deren Zuhause – eine Umkehr der offiziellen Hierarchien und ihrer Machtpositionen. Kathrin Kollmeier, die Leiterin der Akademie am Humboldt Forum, berichtet, wie die jungen Forscherinnen ihr Bücherregal durchsahen. Ein Junge zog eine zerlesene Ausgabe von Dostojewskis „Schuld und Sühne“ heraus und fragte nach ihrer Geschichte.
„Jeder hat eigene Interessen. Es ist schön, dass man das Wissen darum den Personen hinzufügen konnte.“ Vertrauen ist gewachsen, nach anfänglicher Fremdheit. Zwei Jahre reisen die Schüler nun schon regelmäßig von Reinickendorf nach Mitte und fühlen sich am Humboldt Forum zunehmend wohl. Zum Ende des Schuljahres haben sie sogar dort übernachtet, auf den Sofas in den Werkräumen – ein weiterer Schritt auf dem Weg zur produktiven Aneignung.
Und doch sind die Dinge aussagekräftig: das Set Gabeln, das ihre Großmutter bei ihrer Flucht aus Meißen rettete; ein Fuchs aus Papier, den ihre Tochter gebastelt hat; und natürlich der zerlesene Dostojewski. Die diverse Sammlung war vor einem Jahr am Humboldt Forum als „LOL100“ zu sehen. Der Ausstellungstitel lehnt sich an den Slang-Ausdruck Laughing Out Loud, „laut auflachen“, an und dokumentierte die „Lives of the Leaders“, die Lebensweisen des Leitungspersonals.
In „Humboldting!“ steckt somit ein ganzer Kosmos, an Wissen, Erfahrungen und kulturellen Kontexten. So wie im Humboldt Forum, diesem in Berlin vielfach ungeliebten und noch nicht integrierten Ort. Auch hier möchte „Humboldting!“ ansetzen und Beziehungsarbeit leisten, sagt Darren O’Donnell: „In einem intensiven Projekt mit wenigen Kindern erreicht man mehr als mit Workshops, durch die in kurzer Zeit viele Kinder geschleust werden“, ist er sicher.
Beforscht wird „Humboldting!“ zudem. Auch, um Erkenntnisse über das Besuchsverhalten junger Menschen zu erwerben. Schließlich sind die Schüler von heute die Besucher von morgen. Und die Angestellten: Nana Adutwum, die an einem von O’Donnells Jugendprojeken beteiligt war und jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr am Humboldt Forums absolviert hat, interessiert sich für den Job von Kathrin Kollmeier. Wie erwünscht steht die nächste Generation bereit.
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