Erstmals seit Monaten schwächt sich die Teuerung in Deutschland etwas ab. Die Beschäftigten haben trotz gestiegener Gehälter dennoch unter dem Strich weniger Geld im Portemonnaie.
Wiesbaden - Kleiner Lichtblick für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland: Erstmals seit Juli hat sich die Inflation wieder etwas abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Zuvor war die Jahresteuerungsrate drei Monate in Folge gestiegen und hatte im Oktober einen Wert von 10,4 Prozent erreicht.
Volkswirte sehen allerdings keinen Grund zur Entwarnung, auch weil viele Versorger für Januar deutlich höhere Strom- und Gaspreise angekündigt haben. Gegenüber Oktober sanken die Verbraucherpreise im November um 0,5 Prozent. Ob der Höhepunkt der Inflation bereits erreicht ist, ist aus Sicht von Ökonomen fraglich. Manche Volkswirte rechnen erst um den Jahreswechsel damit.Angeschoben wird die Teuerung in Europas größter Volkswirtschaft seit Monaten von hohen Energie- und Lebensmittelpreisen. Energie kostete im November den vorläufigen Zahlen zufolge 38,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Preise stiegen damit weniger stark als im Oktober .
Die hohe Inflation führt zu Kaufkraftverlusten und entwertet die Gehälter immer stärker. Im dritten Quartal waren die Einkommen zwar nominal 2,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs wurde aber von den gestiegenen Verbraucherpreisen mehr als aufgezehrt. Unter dem Strich ergab sich ein realer, also um die Preisentwicklung bereinigter Lohnverlust von 5,7 Prozent. Dies war der höchste Rückgang seit Einführung der Statistik 2008.
Einer Umfrage zufolge schnallen viele Menschen wegen der steigenden Preise den Gürtel enger. Gut die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher kauft nach eigenen Angaben nur noch Produkte, die wirklich benötigt werden, wie das Marktforschungsunternehmens Nielsen IQ gestützt auf eine Umfrage unter mehr als 10 000 Personen berichtete.Eine durchgreifende Entspannung bei der Inflation ist nach Einschätzung von Volkswirten vorerst nicht in Sicht.
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