Neulich hofften europäische Diplomaten noch, dass sich Iran und die USA im Streit um das Atomabkommen einigen. Ein neuer Bericht der iaeaorg dämpft die Erwartungen: Teheran habe genug Uran, um binnen Wochen eine Atombombe zu bauen, schreibt pkr77.
Inzwischen haben die Nukleartechniker aber offenbar genug Uran angereichert, um nach weiteren Schritten daraus eine Bombe herstellen zu können. Iran verfügt laut dem Bericht nun über etwas mehr als 43 Kilogramm des Stoffes mit einem Anreicherungsgrad von 60 Prozent.
Er sieht sich damit nicht länger imstande, die Richtigkeit und Vollständigkeit der Erklärungen zu bestätigen, zu denen Iran unabhängig vom Atomabkommen durch seine Vereinbarungen mit der Wiener Behörde verpflichtet ist. Die IAEA kann also nicht definitiv ausschließen, dass es ein geheimes Atomprogramm gegeben hat oder immer noch gibt, das nicht den vorgeblichen zivilen, sondern militärischen Zielen dient.
Nimmt man diese Faktoren zusammen und die Tatsache, dass Iran zugleich am drastischen Ausbau seiner Urananreicherung und anderer kerntechnischer Einrichtungen arbeitet, wird das Atomabkommen von 2015 in sehr absehbarer Zeit obsolet. Die europäischen Verhandler aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der EU hatten ursprünglich den vergangenen Februar als Schwelle dafür genannt.
Ohnehin haben die Kontrahenten nur indirekt verhandelt; europäische Diplomaten mussten zwischen ihnen vermitteln, weil Iran sich weigert, mit den USA an einem Tisch zu sitzen. EU-Unterhändler Enrique Mora war jüngst nach Teheran gereist, um die Blockade zu durchbrechen. Iran hat sich zwar grundsätzlich zu einer weiteren Gesprächsrunde in Wien bereit erklärt, doch ohne konkrete Aussicht auf eine Einigung ergibt das nach Ansicht der Europäer keinen Sinn.
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