Tchibo hat das schlechteste Ergebnis seiner Firmengeschichte vorgelegt. Jetzt geht es all dem an den Kragen, was nicht Kaffee ist. Doch möglicherweise liegt hier gar nicht die Hauptursache des Problems.
Kann das funktionieren oder ist das Problem möglicherweise doch grundsätzlicher? Vor einem halben Jahrhundert stiegen die Gebrüder Herz mit ihrem Kaffeeladen, dessen Wachstum begrenzt war, ins Geschäft mit Ware ein, die sie zu Aktionspreisen verkaufen konnten. Der Umsatz schwoll an, 3,25 Milliarden Euro waren es zuletzt, davon kommt geschätzt die Hälfte aus dem Bereich, der nichts mit Kaffee zu tun hat.
Dazu kam das, was Weber im Nachhinein den „perfekten Sturm“ nennt: Beschaffungspreise stiegen, ohne dass sich die Händler mit ihrer Aktionsware grundsätzlich an die preisbewussten Kunden weitergeben konnten. Geplagt hat Tchibo auch, dass die Lieferanten nicht rechtzeitig das auf den Hof fuhren, was geordert war. Das Sortiment kann nur schnell wechseln, wenn die Lieferkette reibungslos klappt. Und das tat sie weltweit nicht.
Möglicherweise liegt aber das wahre Problem ganz woanders. Tchibo ist eine 100-prozentige Tochter des Maxingvest-Konzerns. Dank der Mehrheitsbeteiligung an, das Marken wie Nivea und Tesa im Sortiment hat, kommt Maxingvest für 2022 mit einem Plus von sieben Prozent auf mehr als zwölf Milliarden Euro Umsatz. Der Gewinn vor Steuern sank aber – wegen Tchibo.
Miteigentümer bei Maxinvest sind die Gebrüder Michael und Wolfgang Herz, 80 und 76 Jahre alt. Sie haben mehr als ein Jahr gebraucht, um unter sich und ihren Familien auszumachen, wer, wofür der Hauptverantwortliche ist. Inzwischen ist klar: Der ältere soll es bei Tchibo richten, der jüngere bei Beiersdorf. Die lange Findungsphase für diese Lösung – sie dürfte Tchibo weder verjüngt noch beflügelt haben.
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