Kurz vor Weihnachten wird Kreml-Diktator Wladimir Putin (70) offenbar nachlässig.
Peinlich genau hatten er und die russische Propaganda im Laufe des Jahres darauf geachtet, den Angriffskrieg gegen die Ukraine als „militärische Spezialoperation“ zu bezeichnen. Mit Schlagworten wie „Entnazifizierung“ oder „Demilitarisierung“ rechtfertigte er gegenüber dem Westen und der eigenen Bevölkerung den Überfall und die geplante Annexion ostukrainischer Gebiete.
Damit spricht sogar Putin zum allerersten Mal seit dem 24. Februar von Krieg – und das kann ihm richtig gefährlich werden!Das Regime in Moskau hatte Begrifflichkeiten wie Krieg aus dem Sprachgebrauch getilgt; wer öffentlich von Krieg sprach, musste mit harten Strafen rechnen. Auch die Verbreitung von Opferzahlen, die nicht der Kreml-Kommunikation entsprachen, wurde brutal unterdrückt.
In Russland ist das Wort „Krieg“ – genauso wie etwa „Invasion“ oder „Angriff“ – verboten. Für die Verwendung drohen Hammer-Strafen. Der Vorwurf: die Verbreitung „wissentlich falscher Informationen“ über die russische Armee. Der Moskauer Stadtrat Alexej Gorinow wurde im Juli z. B. zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Putins Angriffskrieg in der Ukraine angeprangert und dabei das Wort „Krieg“ verwendet hatte.
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