Konsumkultur in Slowenien: Auf die harte Shopping-Tour

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Slowenien hat eine der höchsten Einkaufscenter-Dichten Europas. Für viele Slo­we­n:in­nen bedeutet Shopping auch einen Triumph über den Sozialismus.

Alles an einem Ort – für belebte Innenstädte ein Problem: Shopping plus Dino-Ausstellung in Kranj Foto: Luka DakskoblerClara Nack Aus kranj, 8.7.2023, 15:42 Uhr

Qlandia ist nur eine von fünf Shopping Malls in der slowenischen Stadt Kranj. Trotzdem werden alle an diesem Junisamstag gut gefüllt sein, mit kaufkräftigen Slowen:innen, die den Einkauf mit Café und Lunch kombinieren – jeden Samstag wieder. Kranj, das nördliche Handelszentrum Sloweniens, ist auf einem Hügel gelegen, umgeben vom Canyon des Kokra Flusses und der Sava, dem größten Fluss Sloweniens.

Rund 353 Quadratmeter Einkaufszentrum kommen in Slowenien auf 1.000 Einwohner:innen, weiß die slowenische Behörde für Vermessung und Kartierung, GURS. In der Gemeinde Kranj, der viertgrößten Stadt Sloweniens, sind es laut Daten von 2022 für rund 57.000 Ein­woh­ne­r:in­nen etwa 225.586 Quadratmeter Einzelhandelsfläche. Das sind rund vier Quadratmeter pro Person.

Im Jahr 2004 – pünktlich zum EU-Beitritt Sloweniens – waren die meisten Autobahnen fertiggestellt, meint Marko Peterlin, Direktor des Instituts für Raumordnungspolitik in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana rückblickend: „Das machte Shoppingcenter außerhalb des Stadtzentrums wesentlich attraktiver und zugänglicher, aber auch nur mit dem Auto erreichbar.“ Bis heute veröden infolge dessen die Innenstädte. Schon Kleinstädte ab 10.

Shoppingcenter machen bis zu 15 Prozent der städtischen Emissionen aus – die Anreise mit dem Auto nicht mitgerechnet, sagt die Klimatologin Lučka Kajfež Bogataj Die seit Mitte der 90er Jahre abgebauten Arbeitsplätze in der industriellen Großproduktion würden durch den Einzelhandel nicht wieder ausgeglichen. In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Arbeitnehmer in der Einzelhandelsbranche auch nicht signifikant gestiegen, belegen Daten des slowenischen Statistikamtes. 2022 hatte der Sektor rund 60.000 Beschäftigte in Slowenien, gegenüber rund 54.000 in 2002.

Die Majdičev-Insel wird gewöhnlich von der Sava umspült und wäre ein geeigneter Erholungsort, an dem sich Anže Šinkovec einen Campingplatz, eine Kajakstation und einen Park vorstellt. Stattdessen thront auf dem derzeit trocken gelegten Flussbett das Savski otok Center von Supernova mit einem großen OBI-Baumarkt und einem Supermarkt der Mercator-Kette.

Zudem, sagt Bogataj: Viele Kaufhäuser seien auf früheren Agrarflächen entstanden, auf denen lokale Lebensmittel angebaut wurden. Dabei würden landwirtschaftliche Nutzflächen mit dafür sorgen, dass Starkregen, den der Klimawandel zukünftig auch gerade in Slowenien mit sich bringen wird, versickern könne, sagt sie.

Ist man in Sloweniens Städten außerhalb der Fuß­gän­ge­r:in­nen­zo­nen unterwegs, entsteht manchmal der Anschein, es gäbe mehr Schlafplätze für Autos als für Menschen. Kranjs Einkaufszentren liegen maximal zehn Minuten Autofahrt außerhalb der Stadt, eingebettet zwischen den bewaldeten Hügeln der selbsternannten Hauptstadt der slowenischen Alpen.Besnica, etwa acht Kilometer nordwestlich von Kranj.

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