Auf Einladung des deutschen G7-Vorsitzes und der EU-Kommission beraten internationale Expertinnen und Experten in Berlin über den Wiederaufbau der Ukraine. Im Raum steht auch die Frage, wie hoch die Schadenssumme ist - und noch wird.
Die Weltbank beziffert die bisherigen Schäden des Krieges auf 350 Milliarden Euro. Und die Kosten steigen mit jedem weiteren Kriegstag. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bezifferte den Finanzbedarf auf drei bis vier Milliarden Euro pro Monat. Sie arbeite daran, dass die EU und die Mitgliedstaaten davon 1,5 Milliarden Euro pro Monat bereitstellten. Die Höhe der Kosten hängt auch davon ab, was als Wiederaufbau betrachtet wird.
Der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft dringt auf zügige Vorbereitungen für einen Wiederaufbau in der Ukraine und sieht die deutsche Wirtschaft in einer führenden Rolle. Es dürfe mit dem Wiederaufbau nicht bis zum Kriegsende gewartet werden, sagte der stellvertretende Vorsitzende Engel vor der Konferenz.Die Internationale Expertenkonferenz ist kein Beschlussgremium; es werden keine politischen Vereinbarungen getroffen, erwartet werden lediglich Empfehlungen.