Präsident López Obrador macht die Familienverhältnisse in den USA für die Fentanyl-Krise verantwortlich. Zu familiärer Gewalt in Mexiko schweigt er.
An allem ist die Familie schuld. Die ist verkommen, wie Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador weiß. Nein, nicht die mexikanische. Der Staatschef spricht von den familiären Verhältnissen, unter denen die Menschen in den USA leiden. „Die Familie ist am Zerfallen, es gibt viel Individualismus und es fehlt an Liebe, an Brüderlichkeit, an Umarmungen, an Liebkosungen“, erklärte er jüngst.
Familiäre Gewalt ist in Mexiko endemisch Nun ja, was soll man sagen? Über 160.000 Frauen haben laut dem mexikanischen Ministerium für Sicherheit und Bürgerschutz im vergangenen Jahr familiäre Gewalt angezeigt, zwei Drittel aller weiblichen Opfer werden von ihren Ehemännern, Partnern oder Ex-Partnern angegriffen. Dem Frauennetzwerk Nosotras tenemos otros datos zufolge wird in sieben von zehn Haushalten Gewalt ausgeübt, so viel wie sonst nirgends auf der Welt.
Millionen Gewehre über die Grenze geschmuggelt Allerdings wäre es unfair, die nicht minder irren Gedanken jener zu beleuchten, die ihn zu diesen Äußerungen veranlasst haben. Angesichts Zehntausender, die in den USA jährlich an Fentanyl sterben, hatten republikanische Abgeordnete gefordert, dass die US-Armee Drogenlabore und Basen der Mafia auf mexikanischem Gebiet angreift – mit oder ohne Genehmigung der dortigen Regierung.
Es gibt keine Fentanylproduktion in China? Vieles davon hat die mexikanische Regierung gegen die Angriffsfantasien der Republikaner in Anschlag gebracht. López Obrador hätte es einfach dabei belassen können. Aber vielleicht haben ihn, wie wohl auch die Republikaner, die 2024 anstehenden Wahlen dazu getrieben, die Debatte weiter zuzuspitzen. Jedenfalls erklärte er, in seinem Land werde gar kein Fentanyl hergestellt.
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