Der Wohnungsneubau gerät ins Stocken, die Zahl der Sozialwohnungen sinkt – und wo noch Wohnungen gebaut werden könnten, kommt es wie auf dem Holsten-Areal
zu einer wahnwitzigen Preisspirale, die nur noch teures Wohnen erwarten lässt. Wie machen wir Wohnen da bezahlbar? Darüber haben Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt , zwei prominente Vertreter der Wohnungswirtschaft und die Geschäftsführerin von „Mieter helfen Mietern“ beim zweiten „MOPO Talk“ diskutiert.
Eigentlich sind öffentlich geförderte Wohnungen ein gutes Investment, meint Hamburgs wohl bekanntester Immobilienunternehmer Dieter Becken, einer der Gäste beim MOPO-Talk im „Gausz“ in der Gaußstraße am Donnerstag. Mittlerweile seien Bau und Grundstücke aber so teuer, dass öffentlich geförderte Wohnungen ohne Hilfe des Staates kaum noch möglich seien, sagt er.
Deshalb fordert sie: Längere Belegungsbindungen bei Sozialwohnungen und Reformen vom Bund, um in Mietpreise einzugreifen – etwa durch eine schärfere Kappungsgrenze oder ein Verbot von Indexmieten. Die Stadt sollte im Bund eine Diskussion um Mietendeckel anzustoßen, und größere Unternehmen dazu verpflichten, einen Teil der Wohnungen zu günstigeren Preisen anzubieten.
Auch die Senatorin sieht großes Potenzial in einer schärferen Kappungsgrenze. Hamburg hatte sich für eine Senkung auf zehn Prozent starkgemacht, war aber gescheitert. Die jetzige Bundesregierung hat angekündigt, sie auf elf Prozent senken zu wollen. „Es ist bitter, dass das Justizministerium, das in Berlin dafür zuständig ist, das noch nicht auf den Weg gebracht hat“, sagt Stapelfeldt.
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