Flächen für neue Wohnhäuser sind in Berlins westlicher Innenstadt knapp und begehrt. Potenziale sieht das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf an einem Supermarkt-Standort in Grunewald und neben einem Postgelände in Schmargendorf. TspLeute
Mit etwa 20 Wohnungen soll der Edeka-Lebensmittelmarkt an der Trabener Straße nahe dem S-Bahnhof Grunewald überbaut werden. Für ein Bebauungsplanverfahren hat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf einen sogenannten Aufstellungsbeschluss gefasst. Das erklärte Ziel der „Errichtung eines Wohn- und Geschäftsgebäudes“ zeigt, dass es um einen Neubau geht und nicht nur um mehr Etagen über dem einstöckigen Markt.
Bereits versiegelte Flächen besser auszunutzen, sei ein „guter Weg, um neuen Wohnraum mit Klimaschutz in Einklang zu bringen“, findet Baustadtrat Fabian Schmitz-Grethlein . „Damit machen wir deutlich, dass auch in unserem bereits hochverdichteten Bezirk weiterer Wohnraum geschaffen werden kann.“ Im nächsten Schritt des Bebauungsplanverfahrens folge eine Bürgerbeteiligung.Auch in Schmargendorf werden die Weichen für Wohnungsbau gestellt.
Wieder eine Postbank-Filiale weniger: 2023 gibt das Unternehmen seinen Standort in Schmargendorf auf.). Nur der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Unklar ist noch, ob die Immobilie künftig anders genutzt oder abgerissen wird. Die Wohnungsbaupläne hätten nichts direkt damit zu tun und zielten bisher auf eine benachbarte Fläche ab, sagte Stadtrat Schmitz-Grethlein dem Tagesspiegel.
Wann in Grunewald und Schmargendorf die Bagger rollen, scheint auch noch nicht absehbar. Bebauungsplanverfahren dauern meistens mehrere Jahre. Hinzu kommt die Frage, wer die Wohnungen an beiden Orten errichten will. Der Bezirk schafft nur die Voraussetzungen.Immer freitags erscheint der Tagesspiegel-Newsletter für Charlottenburg-Wilmersdorf.