Formel-1-Ikone Niki Lauda erlebte als Besitzer der Lauda Air einen schlimmen Flugzeugabsturz. Der Mercedes-Aufsichtsratschef erinnert sich zurück und gesteht: «Das war die schwierigste Zeit meines Lebens.»
Spätestens seit dem Kino-Kassenschlager Rush, der die Geschichte von Niki Laudas schicksalsreichster Formel-1-Saison erzählt, kennt man den Mann mit dem roten Kapperl vor allem wegen seiner bewegten Rennfahrer-Karriere, die im schlimmen Nürburgring-Feuerunfall von 1976 ihren traurigen Tiefpunkt fand. Der Horror-Crash, bei dem Lauda fast verbrannt wäre, ist nicht der einzige Schicksalsschlag, den der heute 65-jährige Wiener erleiden musste.
Auch als Besitzer der Fluglinie Lauda Air erlebte Lauda eine Tragödie, als seine Maschine mit dem Namen «Mozart» über Thailand abstürzte. Im Interview mit den Kollegen der Zeitung Die Zeit erinnert er sich: «Der Österreichische Rundfunk rief bei mir zu Hause an und sagte, eine meiner Maschinen sei abgestürzt, auf dem Weg von Bangkok nach Wien. Mein erster Gedanke war: schon wieder so ein Blödsinn.
Der heutige Aufsichtsratschef des Mercedes-Rennstalls ist überzeugt: «Selbst dort hinzufliegen war die beste Entscheidung meines Lebens. Es hat ewig gedauert, mit dem Geländewagen zur Unfallstelle zu fahren. Wir fuhren einen Berg hinauf, und dann lagen dort so weisse Dinger herum. Das waren Servietten aus dem Flugzeug. Das Flugzeug war auf zehn Kilometer verteilt, und je näher wir kamen, desto grösser wurden die Teile.
Auf die Frage, ob er sich schuldig gefühlt habe, erklärt Lauda gewohnt offen: «Natürlich. Ich bin selber Pilot, ich kannte die Technik. Aber ich konnte mir die Ursache des Absturzes nicht erklären. Erst nach acht Monaten fanden wir heraus, dass es sich um einen technischen Defekt gehandelt hat. Ich habe mir später das Tonband aus dem Flugzeugs angehört. Die letzten Worte des Kapitäns waren: Verdammt! Wir fliegen auf dem Rücken.
Mit den Angehörigen stand der dreifache Formel-1-Weltmeister «dauernd» in Kontakt, wie er erzählt: «Die haben mich angerufen. Später musste ich noch mal nach Bangkok, dort gab es für die letzten 23 nicht identifizierten Opfer eine Trauerfeier. Da stand eine ältere Frau mit einem dreijährigen Kind. Als das Kind ans Grab seiner Eltern trat, schepperte es. Ich hab mich gefragt, was die Kleine da macht.
Australia Latest News, Australia Headlines
Similar News:You can also read news stories similar to this one that we have collected from other news sources.
Vettel: Lebendige Erinnerungen von Niki LaudaDie Formel 1 fuhr zuletzt 2013 auf dem Nürburgring, 1976 fand nach dem Feuerunfall von Niki Lauda der letzte Lauf auf der Nordschleife statt. Mit Lauda hat Vettel einige Male über die «Grüne Hölle» gesprochen.
Read more »
Formel 1: 'Das brachte das Fass zum Überlaufen'Für Mercedes läuft es aktuell mal wieder überhaupt nicht in der Formel 1.Teamchef Toto Wolff zeigt sich frustriert, gesteht Fehler - und erklärt, was bei der Enttäuschung in den Niederlanden den Ausschlag gab.
Read more »
Euros für das Sparschwein: In Berlin gibt es das wenigste Taschengeld für KinderIm deutschlandweiten Vergleich erhalten Mädchen erstmal mehr Taschengeld als Jungen. Das meiste Taschengeld gibt es in Hessen, das Geringste in Berlin.
Read more »
Das Gute zum Wochenende: Neue Ärzte braucht das LandÄrzte auf dem Land werden dringend gesucht. Aber es gibt Ideen und Programme, um sie zurückzuholen.
Read more »
Niki Lauda: «Ferrari-Comeback ist die 2. Sensation!»Der dreifache Formel-1-Weltmeister und Mercedes-F1-Vorstandsvorsitzende Niki Lauda lobte nach dem Australien-GP nicht nur Mercedes, er betonte auch: «Sebastian Vettel auf dem Podest ist das Beste für den Sport!»
Read more »