Schluss mit 'Fettsack'!
Die Diskussionen über seinen Fitnesszustand ist er jedoch in Dortmund nie losgeworden. Das hat sich Süle auch selbst zuzuschreiben. Zum Amtsantritt beim BVB erschien er mit leichtem Übergewicht. Als die Saison bereits lief, forderte Sportdirektor Sebastian Kehl von Süle öffentlich ein, an seiner Kondition zu arbeiten. "Er kann da zulegen und das weiß er auch", sagte Kehl Ende August 2022 bei "Sky90".
Er könne nur darüber lachen, "wenn auf Schalke beim Aufwärmen zehn Besoffene rufen, ich sei ein Fettsack". Sein Arbeitgeber und seine Mitspieler hätten das gute Recht, gute Leistungen auf dem Platz einzufordern. Das sei ihm in den vergangenen Jahren aber "immer gelungen", verdeutlichte Süle. "Und deswegen muss ich mich nicht in eine Richtung zwängen oder tagelang als Fettsack bezeichnen lassen.
Doch für Süle steht in den nächsten zehn Monaten viel auf dem Spiel. Als Innenverteidiger Nummer eins hat er einen verantwortungsvollen Status beim BVB, der es ihm nicht erlaubt, nachzulassen. Seine selbstbewusste Aussage, in die Nationalmannschaft zu gehören, muss er mit Leistung füttern, zumal auch dort Druck herrscht. Schließlich steht 2024 die Heim-EM an und da wäre Süle doch ganz gerne dabei.
Als Süle nach dem Urlaub zur Saisonvorbereitung erschien, staunten sie beim BVB nicht schlecht. "Was hast du denn gemacht?", fragten laut "Sportbild" einige Spielerkollegen. Kehl bekräftigte, dass "Niklas im Urlaub deutlich mehr gemacht hat als alle anderen, weil er sich auf diese Saison einfach besser, intensiver vorbereiten wollte. Wenn er gesund bleibt und weiter an seinen Themen arbeitet, wird er noch viel, viel besser werden.