Der Berliner Verleger Götz Offergeld gibt weltweit relevante Modemagazine heraus. Einfach ist das nicht. Ein Gespräch über Cancel Culture, Total-Look-Policy und kreative Exzellenz.
Was kann man daraus für unsere Kultur ablesen und für die Gesellschaft, in der wir leben?
Genau. Es gibt in unserer Gesellschaft gerade mehr Einschränkungen, als ich sie in meinen gesamten dreißig Jahren Modekarriere je erlebt habe.Vollkommen richtig. Die Grundprinzipien von #MeToo und Black Lives Matter, die finden wir natürlich alle toll. In der Mode sind wir ja in einer Bubble, in der wir sowieso alle das große Gleiche wollen.
2009 gründete Offergeld den Off One's Rocker Verlag, in dem bis heute die Magazine Fräulein und Intersection, sowie Numéro Berlin und Numéro Homme Berlin publiziert werden. Die als Lizenzierungen verlegten Numéro-Berlin-Magazine entwickelte der OOR-Verlag zu eigenständigen Zeitschriften mit durchgehend selbstproduzierten Inhalten auf exzellentem künstlerischen Niveau. Die verbreitete Gesamtauflage der zwei Magazine liegt bei über 100.000 Exemplaren.
Das Interiorkonzept entwarf der Verleger höchstpersönlich. An der Wand sind noch die Fliesen der ehemaligen Schlachterei zu sehen, die sich einst in den Räumlichkeiten befand.Die Numéro Berlin-Magazine erscheinen zweimal jährlich, sie sehen aus wie dicke Bücher. Wie viele Seiten sind das? Ich arbeite nicht mit Marken, mit deren Werten ich nicht konform gehe. Aus diesem Grund habe ich auch schon ganz oft Sachen abgesagt. Wir hatten zum Beispiel Anfragen von Autofirmen, die Partnerschaften zum Pride-Thema machen wollten. Ich habe mir dann deren internationale Instagram-Accounts angeschaut; in den europäischen Accounts war überall die Pride-Flagge zu sehen, aber in Russland und in Middle East nicht.
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