Schulden bei Banken, Händlern oder Vermietern: Im vergangenen Jahr meldeten viele Verbraucher Insolvenz an – vor allem wegen einer Gesetzesänderung.
Viele Menschen, die Einkommenseinbußen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erlitten hätten, hätten versucht, mit eigenen Rücklagen oder privat geliehenem Geld durchzuhalten. »Die finanziellen Reserven vieler Betroffener sind aufgebraucht. Dazu kommen die stetig steigenden Miet- und Energiepreise«, sagte Schlein. »Daher gehen wir auch 2022 von weiter hohen Privatinsolvenzzahlen aus.
Im vergangenen Jahr waren die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie den Angaben zufolge erstmals spürbar. Bei vielen Arbeitnehmern und Selbstständigen, die während der Pandemie ihre Arbeit ganz oder teilweise verloren hätten, seien finanzielle Polster irgendwann aufgebraucht gewesen. Ohne milliardenschwere Hilfspakete des Staates hätte es wahrscheinlich noch mehr Privatinsolvenzen gegeben, vermutet die Auskunftei.
Gemessen an der Zahl der Einwohner war Bremen am stärksten betroffen mit 247 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner. Es folgten Niedersachsen mit 180 und Hamburg mit 172 Insolvenzfällen je 100.000 Einwohner. Am geringsten waren die Zahlen in Bayern , Baden-Württemberg und Thüringen . Absolut gesehen standen die Flächenländer Nordrhein-Westfalen mit 27.263, Niedersachsen mit 14.384 und Bayern mit 11.345 Fällen an der Spitze der Insolvenzstatistik.
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