Freibäder sind keine gefährlichen Orte, darin besteht Einigkeit. Trotzdem muss ab und zu die Polizei eingreifen. Die Bäder haben mehr Sicherheitsaufwand - und manche Besucher ein mulmiges Gefühl.
Die Problemzonen sind die Rutschen oder Sprungtürme. Dort stehen viele Menschen an warmen Tagen in Freibädern Schlange. Manchmal sorgt schon ein falscher Blick, ein Spruch oder ein Rempeln für Aggressionen - vor allem unter Jugendlichen und jungen Männern. Einer beleidigt den anderen, es wird geschubst, dann geschlagen. In vielen Städten setzen Badbetreiber verstärkt private Sicherheitsleute ein, die dann eingreifen. Scheitert eine Deeskalation, kommt die Polizei.
Das Phänomen pöbelnder und randalierender Jugendlicher und junger Männer in Freibädern ist gut bekannt - und gilt vor allem als ein Großstadtproblem. Auch in Düsseldorf oder einigen Städten im Ruhrgebiet hatte es in den vergangenen Jahren Tumulte, Schließungen und Polizeieinsätze gegeben. Jüngst kam es in Mannheim nach einem Streit zwischen zwei Gruppen zu einer Massenschlägerei.
Dabei ist der Alltag in Schwimmbädern überwiegend ruhig: Schwimmer ziehen stoisch ihre Bahnen, Familien stehen für Pommes an, Gäste sonnen sich - an den allermeisten Tagen passiert in den Bädern mit Millionen Badegästen im Lauf eines langen Sommers nichts Auffälliges. Tumulte sind Einzelfälle, allerdings sorgen sie für große Schlagzeilen - und bei manchen Besuchern für ein mulmiges Gefühl.
Auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen setzen viele Betreiber schon länger. Wachleute kontrollieren am Eingang Taschen, laufen zu zweit herum und sprechen laute Gruppen an. An heißen Wochenenden sind in Berlin bis zu 170 Wachleute im Einsatz, 1,5 Millionen Euro kostet das im Jahr. Zudem verhängen viele Bäder Hausverbote - allein in Berlin gab es in den vergangenen fünf Jahren 730 Verbote.
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