Auch einem Tag nach der Messerattacke in einem Regionalzug zwischen Kiel und Hamburg ist das Entsetzen groß. Die MOPO hat mit einem Sanitäter und einer
Sanitäterin gesprochen, die zu den ersten am Tatort gehörten. Schon auf der Anfahrt habe Mirco D.* geahnt, dass es ein ungewöhnlicher Einsatz werden würde.
Sanitäterin gesprochen, die zu den ersten am Tatort gehörten. Schon auf der Anfahrt habe Mirco D.* geahnt, dass es ein ungewöhnlicher Einsatz werden würde„Über Funk kamen laufend neue Meldungen mit immer dramatischer werdenden Ausmaßen“, erzählt D. „Am Einsatzort habe ich zuerst kreischende Menschen wahrgenommen. Sie liefen durcheinander, einige bluteten.
Ähnliches berichtet auch Johanna B.* Erst jetzt, einen Tag nach dem Vorfall, verarbeite sie langsam, was sie dort gesehen habe. „Man will nur helfen. Aber das, was da passiert ist, kann ich niemals in Worte fassen. Die Angst in den Augen der Menschen zu sehen. Es war einfach nur schrecklich.“ Sie wolle sich psychiatrische Hilfe holen, sagt sie, „weil anders kann ich das nicht verarbeiten“.
Tilo Fritz, Pressesprecher des örtlichen Rettungsdienstes, erklärt auf MOPO-Nachfrage, dass nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen alle Einsatzkräfte seelsorgerisch betreut wurden. „Wir waren mit rund 30 Sanitätern kurz nach dem eingegangenen Notrufen vor Ort. Den Männern und Frauen bot sich bei Eintreffen eine äußerst dynamische Lage mit unschönen Anblicken.
Der mutmaßliche Täter, der 33 Jahre alte Ibrahim A., soll am Mittwoch um kurz vor 15 Uhr in dem Regionalzug offenbar wahllos mit einem Messer auf Menschen eingestochen haben. Er wurde von Fahrgästen überwältigt und von Polizisten festgenommen. Er kam zunächst in ärztlicher Behandlung, dann in eine Polizeizelle. Sein Motiv ist noch unbekannt, genau wie die genaue Anzahl der Verletzten.
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