Sudan: Ein Krieg wie ein Lauffeuer

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Sudan: Ein Krieg wie ein Lauffeuer
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In West-Darfur im Sudan hat eine Welle der Vertreibung begonnen. Mit der an ethnischen Säuberungen erinnernden Kriegstaktik will die RSF-Miliz ihre Macht in einem möglichen Rückzugsgebiet absichern, berichtet MircoKeilberth.

Seit vorigem Mittwoch, morgens um sechs Uhr, pünktlich nach Ablauf der neuesten Waffenruhe, wird in der sudanesischen Hauptstadt wieder gekämpft. Da die RSF-Miliz des ehemaligen Vizepräsidenten Mohammed Hamdan Daglo, genannt"Hemeti", weite Teile von Khartum kontrolliert, beschießt die in Straßenkämpfen unterlegene Armee von Präsident Abdel Fattah Burhan die Wohngebiete der Millionenstadt rücksichtslos mit Artillerie und Kampfflugzeugen.

Straßenkämpfe werden rund um das Hauptquartier des Geheimdienstes, die Regierungsgebäude im Stadtzentrum und aus der Nachbarstadt Omdurman auf der anderen Seite des Nils gemeldet. Bei dem Versuch, die in Wohngebieten versteckten und mit Flugabwehrgeschützen versehenen Pick-ups der RSF zu treffen, werden Menschen verletzt, die vor den wenigen offenen Läden anstehen.

Allein in al-Dschunaina, der Hauptstadt der Provinz West-Darfur, wurden seit Beginn des Krieges Mitte April nach Schätzungen lokaler Behörden mehr als 1300 Menschen getötet. Der Journalist Ahmed Gouja berichtet der SZ am Telefon von den täglichen Angriffen vermummter Kämpfer, die offenbar alle Angehörigen des Volkes der Masalit über die Grenze in den benachbarten Tschad vertreiben wollen.

Kurz vor dem Gespräch mit der SZ musste der Sudanese seine Familie nach dem Einschlag von Raketen über Schleichwege zu einem Sammelpunkt für Flüchtlinge in Sicherheit bringen. Doch auch viele der vor 20 Jahren errichteten Flüchtlingslager und die 86 Aufnahmestellen für Flüchtlinge sind in West-Darfur mittlerweile zerstört.

Die von den Janjaweed vor zwanzig Jahren im Staatsauftrag ausgeführte Vertreibung der ethnischen Gruppen der Fur und Masalit bezeichnete der internationale Strafgerichtshof als Völkermord. Der Masalit-Sultan fordert nun, das Gebiet des Sultanats unter internationalen Schutz zu stellen.

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