„Übermedien“-Recherche zu Ukraine-Projekt: Krach bei „Katapult“

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Ukrainische Jour­na­lis­t:in­nen werfen dem Greifswalder „Katapult“-Magazin vor, „benutzt“ worden zu sein. Teils warten sie seit Monaten auf ihr Gehalt.

BERLIN taz | „Tschüss“, schreibt das Katapult-Magazin am Dienstag auf Twitter und kündigt damit den Rücktritt seines Gründers Benjamin Fredrich an. Keine 24 Stunden vorher hatte das Medienmagazin Übermedien eine Recherche veröffentlicht, die Fredrich und seinem Katapult vorwirft, ukrainische Jour­na­lis­t:in­nen „benutzt“ und „fallen gelassen“ zu haben.

Sergey Panashchuk war für das Büro in Odessa zuständig, Roksana Panashchuk zog nach Greifswald und bildete mit Weiteren das journalistische Team für die Ukraine. Sergey Panashchuk zufolge soll es keinerlei Vorgaben zu Arbeitszeiten, Umfängen oder Themen gegeben haben. Beiden wurde ein Monatsgehalt von 1.650 Euro überwiesen.

Vorwurf: Mangelnde Aufarbeitung Nun zieht Fredrich Konsequenzen und tritt als Geschäftsführer und Chefredakteur zurück. Laut einem öffentlichen Statement will er mehr Transparenz schaffen, fügt Screen­shots von nachträglich überwiesenen Zahlungen hinzu und zählt die Erfolge von Katapult auf. Ein Beispiel: Unter anderem hätte das Magazin „Helme und schusssichere Westen nach Irpin und Butscha gebracht“.

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