🌊Wer beim Landeanflug auf Berlin-Brandenburg aus dem Fenster schaut, könnte meinen, sich über Miami zu befinden, so hoch ist die Pooldichte. Dabei leidet Brandenburg doch besonders unter Wassermangel. Wie schlimm sind die privaten Badeanstalten? 👉
Ein Artikel vonMatthias Börner wollte das eigentlich alles gar nicht. Von seinem Grundstück im Oranienburger Osten schaut der 65-Jährige auf einen Seitenarm der Havel, auch der Lehnitzsee ist bloß ein paar Minuten mit dem Fahrrad entfernt, das Badeparadies TURM ErlebnisCity ebenfalls. Wasser überall also.
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Wenn Wasser das Element von Frau und Enkelin sind, ist Feuer seines. Genauer gesagt der große Feuerball, die Sonne, noch genauer gesagt: deren Energie. Zufrieden deutet er auf das Dach des Gartenhauses, Photovoltaik. „Und zwar seit 2008 schon, als die Leute noch gesagt haben: ‚Na, rechnet sich denn das?‘“ Auch in der Nachbarschaft habe er damals erfolgreich dafür geworben.
Schwimmbecken mit bis zu 100.000 Liter Fassungsvermögen sind in Deutschland übrigens genehmigungsfrei. Theoretisch dürfte man sich noch Sprungtürme und Wasserrutschen bis zehn Meter Höhe aufs Grundstück setzen, auch das: genehmigungsfrei. Der Pool der Börners ist sechs mal drei Meter groß, Standardmaße, er fasst knapp 30.000 Liter.
Die Männer beugen sich über etwas, das aussieht wie ein Lockenstab, Barbara Börner geht rüber zu ihrem Hochbeet. Wenn die 65-Jährige frühmorgens vor dem ersten Kaffee ihre Bahnen zieht, dann sei das „Luxus pur“, erzählt sie. Oder spätabends, vorm Zubettgehen.
Auch wenn der Pandemie-Ausnahmezustand aktuell abebbt, um sein Business macht Smylla sich keine Sorgen. 18 Millionen Einfamilienhäuser gibt es in Deutschland, etwa 2,1 davon haben einen Pool. „Luft nach oben also“, sagt er. Zwar beobachte er, dass Pools vermehrt in die Kritik gerieten – seine seien aber „ordentlich“. Für viel fragwürdiger hält er Aufstellbecken aus dem Baumarkt, die schnell kaputtgingen und oft keine vernünftige Filterung besäßen.
Mit Blick aufs vergangene Jahr zieht Wonke eine positive Bilanz und kann das auch mit Grafiken veranschaulichen. Wonke, studierter Agrarwissenschaftler, hat im Studium viel mit Zahlen gearbeitet und erlaubt sich da „zumindest eine kleine Fachkenntnis“. Und tatsächlich, zwischen 17 und 21 Uhr sank der Verbrauch etwa um ein Drittel, während er in den Stunden vorher und nachher nur minimal oder gar nicht stieg.
Auch Maximilian Wonke selbst hat so ein Regenwasser-Schild. Parallel zum Start des Sprengverbots im vergangenen Jahr hob er auf seinem Grundstück eine alte Jauchegrube aus DDR-Zeiten aus. Die dient ihm jetzt als Regenwasserrückhaltebecken. Da könne man ohne Probleme einen Gartensprenger anschließen – der dann auch um 19.30 Uhr laufen darf.
Anruf bei Irina Engelhardt, sie ist Hydrogeologin an der TU Berlin, beschäftigt sich also mit dem Wasser auf und unter der Erdoberfläche. Was hält sie von privaten Pools? Dringt das Thema Wassermangel ihrer Meinung nach zu den Menschen durch?
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