Ein internationales Medienkonsortium hat kurz vor dem Besuch der UNO-Menschenrechtskommissarin Bachelet in Xinjiang weitere Belege für die massenhafte, brutale Internierung von Uiguren in China veröffentlicht. XinjiangPoliceFiles China Xinjiang Uiguren
widerlegen die ausgewerteten tausende Fotos, Reden und Behördenanweisungen die Behauptung der chinesischen Regierung, es handele sich bei den Lagern um"berufliche Fortbildungseinrichtungen".eine bislang unbekannte Rede des ehemaligen Parteichefs der Region Xinjiang, Chen Quanguo, aus dem Jahr 2017, in der es heißt, jeder Gefangene, der versuche zu entkommen, sei"zu erschießen". Auf Bildern seien Sicherheitskräfte mit Sturmgewehren zu sehen.
UNO-Menschenrechtskommissarin Bachelet setzt heute ihren Besuch in China fort. Sie wird bei ihrem sechstägigen Aufenthalt die nordwestchinesische Region Xinjiang besuchen. Ob sie auch mit Uiguren sprechen darf, ist unklar. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International riefen Bachelet auf, sich nicht von China für eigene Zwecke instrumentalisieren zu lassen. Es ist der erste Besuch einer UNO-Menschenrechtskommissarin in China seit 17 Jahren.