Berlins Senat will die Zahl der Azubis erhöhen und droht der Wirtschaft mit einer einseitigen Umlage. Die ist erzürnt.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner versuchte am Mittwoch Wogen zu glätten und das gemeinsame Ziel zu beschwören. Man habe in einem „sehr guten Geist“ diskutiert. Er sei gut gelaunt, sagte Wegner nach der ersten Sitzung des neuen Bündnis für Ausbildung vor Journalisten.
Doch hinter den Kulissen und auch schon vor Beginn der ersten Sitzung rumorte es zwischen den Teilnehmern. Vor allem die Wirtschaft fühlt sich überfahren, soll – so sieht man es bei Kammern und Verbänden – alleine dafür gerade stehen, falls das gemeinsame Ziel doch nicht erreicht wird.Den Abschluss von 2000 zusätzlichen Ausbildungsverträgen hat sich das neue Bündnis in das Hausaufgabenheft geschrieben. Erreicht werden soll die Zielmarke zum Stichtag 31.
Derzeit sind in Berlin nach Angaben der Chefin der Bundesagentur für Arbeit in der Region, Ramona Schröder, 7400 Lehrlingsstellen unbesetzt. Demgegenüber stehen 8000 Bewerber, die noch auf der Suche sind nach einem Ausbildungsplatz. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey betonte, ihr gehe es nicht nur um mehr Ausbildungsverträge, sie wolle auch gezielt Lehrlinge für die Berufe gewinnen, die die sogenannte Energiewende nach vorne bringen.
Mit Blick auf die Umlage, die folgen soll, falls die 2000 zusätzlichen Verträge nicht zustande kommen, sorgt man sich bei der IHK vor allem um viele kleinere Firmen, die keine Bewerber finden oder derzeit nicht in der Lage sind auszubilden. Konkret befürchtet man eine Umverteilung von unten nach oben. „Der kleine Handwerker zahlt also bald die Ausbildung bei Mercedes-Benz“, sagte ein Kenner der Berliner Wirtschaft.
Die Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus kritisierte am Mittwoch, dass der Senat die Einführung der Umlage für zwei Jahre „gestoppt“ habe. „Das Scheitern des Wohnungsbündnisses zeigt: Freiwillige Anstrengungen der Unternehmen sind ungenügend, wenn sie nicht von gesetzlichen Maßnahmen begleitet werden“, erklärte der Sprecher für Arbeit und Wirtschaft, Damiano Valgolio.
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