Der österreichische Unternehmer Siegfried Wolf, Mitglied des Aufsichtsrats von Porsche SE, hat dem russischen Präsidenten Putin im Januar in einem Brief offenbar Hilfe beim Wiederaufbau der russischen Autoindustrie angeboten.
Laut Bericht sollten die Fahrzeuge ein russisches Design bekommen und „äußerlich grundlegend umgestaltet“ werden, um „die charakteristischen Merkmale“ der legendären Modelle Wolga und Pobeda herauszuarbeiten. Der Bedarf der russischen Verbraucher an qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Fahrzeugen werde dank seiner Initiative gedeckt, habe Wolf in dem Schreiben versichert. Zum habe er „insgesamt über 12.000 Hightech-Arbeitsplätze“ versprochen.
Das alles bilde „die Grundlage für die weitere Entwicklung einer unabhängigen und modernen Automobilindustrie in der Russischen Föderation“. Betreiber des Projekts sollte das russische Unternehmen PromAvtoKonsalt sein, dessen Eigentümer Wolf selbst war, berichtet der „Spiegel“ weiter. Als industriellen Partner habe Wolf die GAZ-Gruppe angegeben, die im Fokus der Sanktionsbehörden stand.
„Unter den heutigen schwierigen Bedingungen“, habe Wolf weiter geschrieben, gäbe es in Russland einen Mangel an hochwertigen Autos. Sein „neues Investitionsprojekt zur Wiederaufnahme der Produktion von Pkw“ könne „dieses Problem lösen“.Für die Umsetzung des Vorhabens benötigte Wolf finanzielle Unterstützung.
Volkswagen distanzierte sich offenbar deutlich von Wolfs Vorstoß: Der Vorstand habe „keinerlei Kenntnis“ über seinen Brief „und dessen irritierenden Inhalt“, sagte der Konzern auf Anfrage des „Spiegel“. So habe zwar auch Wolfs Firma PromAvtoKonsalt zu den Kaufinteressenten gehört, es habe jedoch keinerlei Zusagen des Topmanagements vor Abschluss des Verkaufsprozesses gegenüber einzelnen Interessenten gegeben.
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