Die Bischöfe verweigern sich beim Reformprozess SynodalerWeg einer zeitgemäßen Sexualmoral. Nun wird es auf die Kraft einzelner Oberhirten ankommen - sonst haben sie bald keine Herde mehr, schreibt unser Autor in seinem Kommentar.
noch nicht mit Gleichgültigkeit begegnen, war der Donnerstag ein bitterer Tag. Mit ihrer Sperrminorität brachten die Bischöfe – genauer: eine überschaubare Gruppe – einen der wichtigsten Texte des Reformprozesses Synodaler Weg zu Fall. Das verheerende Signal: Das Episkopat ist gespalten und zerstritten – und nimmt sich selbst aus dem gesellschaftlichen Dialog.
Wer soll auch Antworten bei einer Kirche suchen und finden, deren strikte Sexualmoral und unbarmherzige Pastoral zu tiefen Verletzungen bei Homosexuellen, wiederverheirateten Geschiedenen oder Ehepaaren, die keine Kinder bekommen können, führte? Deren Sexualmoral als einer von mehreren Risikofaktoren geistlichen und sexuellen Missbrauch begünstigte? Wer soll sich an eine Kirche wenden, in der er sich auf seine sexuelle Identität oder sein Sexualleben reduziert fühlen...
Sicher, im Kosmos der Kirche hat über vieles der Papst in Rom zu befinden – aber die deutschen Bischöfe in ihrer Gesamtheit hätten hier ein weithin wahrnehmbares Signal setzen können: Wir haben verstanden. 33 von 57 abstimmenden Bischöfen, die den Text mittrugen, haben das ja auch. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, spricht vor der Synodalversammlung in Frankfurt mit Menschen, die eine vielfältigere Kirche fordern.Auch sie werden mit den Folgen leben müssen. Mit der zum Beispiel, dass sich das Episkopat in der Außenwahrnehmung immer weiter von den Menschen entfernt. Dass Bischöfe zu Hirten ohne Herde werden – und sprachlos.
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