Bundeskanzler Olaf Scholz bricht am Donnerstag zu seinem Antrittsbesuch nach China auf. Große Forderungen kann er nicht stellen.
Deutsche Autos auf den Straßen von Shanghai. So soll es bleiben, hoffen die Autobauer Foto: Ole Spata/dpa
Die Reise sei mit Frankreich und den USA abgesprochen, keiner habe gesagt „Fahr nicht“, kontert das Kanzleramt. Und: Der Kanzler werde das Thema Menschenrechte selbstverständlich ansprechen. Diese Reise sei keine bloße Fortsetzung früherer Ansätze, sondern eine Reise, bei der man prüfen wolle, wo Kooperation auch unter veränderten Vorzeichen in beiderseitigem Interesse sei, heißt es aus dem Kanzleramt.
Im Zentrum des Besuchs werden jedoch nicht Hoffnungen, sondern handfeste wirtschaftliche Themen stehen, der Bundeskanzler reist denn auch in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation. Auch hier haben sich die Gewichte in den letzten Jahren zum Vorteil Chinas verschoben. China ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands – allein 2021 betrug das Umsatzvolumen der Im- und Exporte 245 Milliarden Euro.
Abkopplung hätte fatale Folgen für Automobilbauer Der Bundeskanzler reise nicht als oberster Handelsvertreter der Deutschland AG nach China, heißt es aus dem Kanzleramt. Dennoch ist offenkundig, dass Deutschland an guten wirtschaftlichen Beziehungen interessiert ist, ja sein muss. Von einem deutschen Rückzug aus China kann jedenfalls nicht die Rede sein. China sei als Handelspartner von herausragender Bedeutung, so das Kanzleramt.
Dudenhöffer schätzt das langfristige Marktpotenzial von China auf 50 Millionen Neuwagen. Würde die deutsche Autoindustrie den chinesischen Markt verlieren, würde VW auf einen Schlag an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, so Dudenhöffer und glaubt, das wäre das Ende der deutschen Automobilindustrie.
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