Klimaverhandlungen in Bonn: Trotz Krieg business as usual

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Die Klimakonferenz in Bonn hat den Angriff auf die Ukraine ausgeklammert. Doch die Angst wächst, dass ein neuer Gas-Goldrausch die Ziele kippt. Gasversorgung Klimakrise

Die Bonner Klimakonferenz war die letzte von UN-Klimachefin Patricia Espinosa Foto: Andreas Rentz/getty images

Mit einigen wenigen Ausnahmen: Die ukrainische Delegation beklagte sich zum Auftakt der Konferenz im Plenum, der Angriff Russlands sei ein „sehr schweres Problem für den gesamten Prozess“, der auf Kooperation und gegenseitigem Respekt beruhe. Worauf der russische Delegationsleiter Alexei Dronow von seinen Notizen die offizielle Kreml-Linie zur „militärischen Spezialoperation“ im Nachbarland ablas – und Delegierte von EU und USA unter Protest den Raum verließen.

Alte Gräben aufgebrochen Einen Druchbruch gab es nirgendwo. Im Gegenteil: Es zeigten sich die uralten Gräben zwischen Industrie- und Schwellenländern und die immer gleichen Argumente, teilweise in Endlosschleife. Die Delegierten schoben viele Probleme weiter bis zur COP27, die im November im ägyptischen Sharm el Sheikh stattfinden soll. Große Fortschritte im Prozess sind seit der COP26 ohnehin nicht auf der Tagesordnung.

Hinter der dipomatischen Fassade schlummert bei manchen Delegierten allerdings die Sorge, dass der Krieg die Fundamente der UN-Verhandlungen untergräbt: Gewaltverzicht, Einhaltung des Völkerrechts, Multilateralismus. Und es gibt keinen Konsens zur Isolierung Russlands: In der UN-Generalversammlung verurteilten Anfang März zwar 141 Staaten Russland für den Angriff – aber es enthielten sich Klima-Großmächte wie China, Indien oder Südafrika.

Eigentlich waren die Ukraine und Russland beim Klima oft Verbündete. Ihre Wirtschaft beruht zum großen Teil auf Schwerindustrie und Kohle. Durch den Zusammenbruch der Wirtschaft nach dem Ende der Sowjetunion haben beide Länder damals massiv Emissionen reduziert und lange versucht, diesen Beitrag zum Klimaschutz als Emissionszertifikate zu Geld zu machen. Beide sind in den Verhandlungen Mitglieder der „Umbrella-Gruppe“, zu der auch die USA und Australien gehören.

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