Sie trafen sich, um eine Gewerkschaft zu gründen – kurz darauf erhielten 30 Beschäftigte des Tesla-Werks in der US-Stadt Buffalo ihre Kündigung. Das Unternehmen sieht keinen Zusammenhang.
Foto: Brendan McDermid / Reutershat nach eigenen Angaben kürzlich etliche Mitarbeiter an seinem Werk in der US-Stadt Buffalo entlassen – nach eigenen Angaben nach einer routinemäßigen Leistungsüberprüfung. Das Unternehmen reagierte damit am Donnerstag auf Vorwürfe der Gewerkschaft Workers United Upstate New York, die sich bei der US-Arbeitsrechtsbehörde NLRB beschwert hatte.
30 Angestellte der Autopilot-Sparte des Werkes im Bundesstaat New York) waren der Gewerkschaft zufolge gekündigt worden, kurz nachdem sie eine Kampagne zur Gründung einer eigenen Gewerkschaft gestartet hatten. Tesla erklärte dagegen, die betroffenen Mitarbeiter seien bereits am 3. Februar während einer Durchsicht der Arbeitsergebnisse ermittelt worden, also bevor die Gewerkschaftskampagne angekündigt wurde.
Hintergrund der Beschwerde ist der Streit um die Frage, ob die Mitarbeiter eine Gewerkschaft zur Vertretung ihrer Interessen gründen dürfen. Dabei geht es – wie so oft – zunächst um formale Details. So hatten die Beschäftigten am Mittwochabend eine E-Mail erhalten, in der sie über eine neue Richtlinie informiert wurden, die es ihnen verbietet, Sitzungen am Arbeitsplatz ohne die Zustimmung aller Teilnehmer aufzuzeichnen, so Tesla Workers United am Donnerstag.
Einen Zusammenhang mit den Entlassungen bestreitet Tesla energisch. In einer Erklärung hieß es, die Entlassungen seien das Ergebnis schlechter Bewertungen bei Leistungsbeurteilungen, die vor der Ankündigung der Gewerkschaftskampagne durchgeführt wurden. »Wir haben im Nachhinein erfahren, dass einer der 27 betroffenen Mitarbeiter offiziell als Teil der Gewerkschaftskampagne identifiziert wurde«, sagte ein Unternehmenssprecher.
Die TWU erklärte, die Entlassungen seien inakzeptabel und die Erwartungen, die an die Tesla-Beschäftigten gestellt würden, seien »unfair, unerreichbar, zweideutig und ändern sich ständig.« Das Tesla-Werk, das Solarpaneele und andere Technologien für erneuerbare Energien herstellt, liegt nicht weit von einem Starbucks-Standort entfernt, an dem die Beschäftigten im vergangenen Jahr für eine gewerkschaftliche Organisierung stimmten.
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