IbouDiop erarbeitet ein Erinnerungskonzept Kolonialismus für Berlin. Warum gestohlene Objekte in einem Schloss-Nachbau gezeigt werden, versteht er nicht. Berlin
als ihren Bruder ansehen würden, würde das niemals passieren. Aber sie nehmen Abstand von jemandem, der nichtist, und sagen: Das hat nichts mit uns zu tun. Sie sehen diese Personen nicht als Teil der deutschen Geschichte. Aber diese Geschichte wird nicht nur in Deutschland verhandelt, sondern auch in Kamerun, Togo, Tansania, Namibia und Ruanda. Denn Deutschland hat eine Zeit lang in diesen Ländern gelebt, sein Wissen, seine Kultur vermittelt.
Ich bin in den Siebzigerjahren in der BRD in die Schule gegangen, da war von Kolonialgeschichte nicht die Rede. Hat sich das verändert? Heute steht Kolonialgeschichte nur als Empfehlung im Lehrplan, für die achte oder neunte Klasse. Es gibt ein paar Seiten im Schulbuch. Aber wenn man sie nicht im Abitur intensiver betrachtet, erfährt man davon fast nichts, obwohl wir in einem Land leben, das von Kolonialgeschichte geprägt ist. Hier, wo wir jetzt sitzen, wurde der afrikanische Kontinent geteilt.
Ja. Und wir hatten Glück. Hier war ein Beauty-Salon, der zu Corona-Zeiten pleitegegangen ist. Wir haben dann alles getan, um hier zu sein. Am Kudamm und in der Friedrichstraße waren sehr viele Kolonialwarenhäuser. Der Name Edeka zum Beispiel ist aus der Abkürzung E.d.K. hervorgegangen: Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler. Unsere Wirtschaftsbeziehungen sind bis heute von Kolonialitäten geprägt, aber es ist nicht lesbar.
Ich glaube, dass Deutschland gemerkt hat, dass es seine koloniale Vergangenheit aufarbeiten muss, um eine Beziehung zu den ehemaligen Kolonien zu haben. Und dafür muss es Strukturen schaffen.. Das andere betrifft die Objekte in den deutschen Museen, die während der Kolonialzeit geraubt wurden oder auf diffusen Wegen nach Deutschland gekommen sind. Wenn man so aussieht wie ich, schämt man sich dafür, wie sie hier gezeigt werden.
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